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Rezensionen

im Rahmen des Vine-Produkttesterprogramms

Motorola Moto E4 Smartphone (12,7 cm (5 Zoll), 2 GB RAM/16 GB, Android) iron grau

Verbesserte Leistung – Funktionell Modern – Benutzerfreundlich,
8. August 2017

Das Motorola Moto E war vor drei Jahren mein erstes Smartphone überhaupt, und eines, das wegen seiner Handlichkeit, guten Displayqualität und den benutzerfreundlichen Funktionen nachhaltigen Eindruck hinterlassen hat. Deshalb habe ich es damals als Tipp für Smartphone-Einsteiger gesehen. Der positive Eindruck ist bis heute erhalten geblieben, allerdings hat sich im Laufe der Zeit eine gewisse Verlangsamung nach Installation diverser Apps eingestellt. Insbesondere die Installation meiner Antivirensoftware lässt auf dem älteren Gerät beim Laden erst einmal einen Stau im Laden z. B. der E-Mail-App entstehen. Drei Jahre und einige Moto E-Generationen weiter stellt sich das Modell MOTO E4 als leistungsfähige Fortführung der Linie dar, die auch das genannte Kapazitätsproblem löst. Denn gegenüber dem Erstling ist inzwischen alles verbessert:

- 2 GB RM vs vormals 1 GB
- Quad-Core-Prozessor vs vormals 1,2 Dual-Core-Prozessor
- 5 Zoll (12,7 cm) Bildschirmdiagonale vs vormals 4,3 Zoll (10,9 cm)
- HD-Display gegenüber dem früheren allerdings schon sehr guten TFT-Display mit 256 PPI
- 8 Megapixel Frontkamera vs. vormals 5 Megapixel
- 2.800 mAh Akku-Kapazität vs. vormals 1980mAH
+ Neu ist die Möglichkeit, eine zweite SIM-Karte zu verwenden. Damit stehen zwei Slots für SIM-Karten (jetzt im Nano-Format) und ein SD-Kartenslot zur optionalen Erweiterung des Speichers zur Verfügung.
+ Neu ist gegenüber dem älteren Gerät auch, dass ein Ladegerät im Lieferumfang enthalten ist.
+ Das vormalige Problem mit dem sehr hakeligen, schwer abzuhebenden Rückdeckel ist ebenfalls verbessert. Die Mechanik ist jetzt deutlich leichtgängiger.
+ Ein wirklich fortschrittlich wirkende neue Funktion ist der Fingerabdrucksensor, der unterhalb des unteren Navigationsfeldes platziert ist. Das Gute daran, er funktioniert - jedenfalls wenn man den Finger richtig positioniert -nachdem man anfänglich den eigenen Abdruck in verschiedenen Ausschnitten am Gerät eingescannt hat. Es gibt dabei aber auch einen „Haken“:
!! Die eigentlich nach biometrisch bedingter Sicherheit aussehende Funktion ist für mich unverständlich eingeschränkt. Denn schon beim erstmaligen Einrichten ist man gezwungen, zusätzlich ein Muster anzulegen, das auch nach dem Hochfahren des Phones zunächst abgefragt wird. Dabei wird der Hinweis eingeblendet, dass mit dem zusätzlichen Muster die Sicherheit erhöht werden könne. Der Abdruck allein ist erst später für das Entsperren ausreichend, nämlich jedes Mal, wenn das Display aus dem Ruhezustand wieder aufgeweckt werden soll.
Der zweite Haken lässt sich dagegen mit einer einmaligen Konfiguration beseitigen. Der Sensor nimmt nämlich zusätzlich Fläche auf dem Display in Anspruch, was die Displayfläche vertikal verlängert und damit das Gerät größer und schwerer macht, als die 5 Zoll eigentlich erfordern. Man kann diesen Umstand aber ins Positive wenden, indem man in der vorinstallierten gerätespezifischen Moto-App das Sensorfeld in ein Navigationsfeld umwandelt bzw. es um die Funktion des Navigationsfeldes (u. a. Zurück – Startbildschirm – zuletzt verwendete Apps) erweitert. Damit entfällt das üblicherweise auf der Displayfläche eingeblendete Navigationsfeld und lässt damit in der Vertikalen mehr Fläche für die eigentlichen Inhalte.
+ Sehr praktisch finde ich auch weitere über die Moto-App regelbaren Funktionen, wie das Steuern mit nur einer Berührung. Dazu gehört die oben genannte Navigationsfunktion des Sensorfeldes. Es können aber auch zum Beispiel bei ausgeschaltetem Bildschirm Nachrichten eingeblendet werden, etwa eingegangene Mails, die in Kurzform angezeigt werden. Die neuste Android-Version 7.1 ist dagegen wie immer Geschmackssache. Die Weiterentwicklung des Betriebssystems hat mich, obwohl ich generell ein Anhänger der Android-Welt bin, nicht immer überzeugen können. Denn mit jeder Entwicklung fallen auch immer wieder bewährte Funktionen weg oder sind verändert, an die man sich gerade gewöhnt hat.

***** Bewährte Marke *****

Mit dem neuen Moto4 ist Motorola seiner benutzerfreundlichen Linie treu geblieben und hat eine ganze Reihe neuer Funktionen hinzugefügt. Geblieben ist auch die äußere Anmutung des jetzt deutlich leistungsfähigeren Geräts, die abgerundeten Ecken, der glatte, edel aussehende Rücken in anthrazitfarbenem Aluminium, die angenehme Haptik und gefühlte Schwere des Geräts, das man irgendwie mit solider Wertigkeit in Verbindung bringt.

Noch einmal verbessert ist die Kapazität des leicht herausnehmbaren Akkus. Eine der herausragenden Eigenschaften des Modells, die ich schon beim dem kleineren Vorgänger sehr geschätzt habe. Die Akkulaufzeit ist herausragend, das Gerät verliert auch im ausgeschalteten Zustand selbst über längere Zeitphasen nur wenig Spannung.

Ich bin insgesamt sehr zufrieden mit dem leistungsfähigen Nachfolger meines Erstlings-Smartphones, für das es auch aktuell schon eine Steigerung gibt, die Modellvariante Moto E4Plus, mit 5,5 Zoll Display, weiteren 50 % mehr Arbeitsspeicher und einer 13 Megapixel Frontkamera.

© Bernhard Lux
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