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Rezensionen

im Rahmen des Vine-Produkttesterprogramms

HP 15-bs045ng 2CN79EA 39,6 cm (15,6 Zoll) Laptop (Intel Core i3-6006U, 8 GB RAM, 1 TB HDD, Intel HD-Grafikkarte 520, Windows 10 Home 64) schwarz

Guter Mittelklasse-Laptop für nicht-grafische Standardanwendungen, 27. Juli 2017

Dieser Laptop ist nicht nur preislich im unteren Mittel des Spektrums angesiedelt. Er bietet dem Nutzer auch praktisch eine ordentliche, aber nicht überdurchschnittliche Leistung und Funktionen, die ihn als Office-Laptop für private Zwecke qualifizieren. Windows Office Anwendungen, E-Mail- und Internet-Nutzung bis hin zu Videostreaming zeigen bei ansonsten guten Bedingungen (W-LAN, schnelle Internetverbindung) keine größeren Schwächen. Auch komplexere grafische Anwendungen aus der Adobe Creative Suite-Familie sind prinzipiell nutzbar, aber professionell auf Grund des wenig leistungsfähigen Displays kaum einsetzbar. Die immerhin 8 GB Arbeitsspeicher sorgen auch bei paralleler Nutzung verschiedener Anwendungen für eine akzeptable Performance ohne erkennbare Leistungseinschränkungen der einzelnen Anwendung. Der Intel Core i3 Prozessor passt sehr gut in dieses Gesamtbild, bietet er doch eine gute Rechenleistung, ohne den Rechner zu einem rasanten Hochleistungsgerät zu machen. Da ich vom Desktop-PC seit Jahren eine schnelle SSD-Karte für alle Anwendungen nutze und nur Ergebnisdaten auf einer parallelen HDD speichere, bin ich bezüglich der Verarbeitungsgeschwindigkeit ziemlich verwöhnt. Im Vergleich dazu ist die eingesetzte HDD (mit immerhin 1TB Speicher, sollte für die genannten Office-Anwendungen ausreichen) nicht so überzeugend, was sich vor allem im verzögerten Laden einer Anwendung zeigt. Wenn sie dann läuft, stelle ich allerdings bisher keine Einbrüche fest. Wer in diesem Bereich mehr will, sollte auf die Modellvariante mit 1TB HDD und 128 MB SSD zurückgreifen.

Eine echte Schwäche stellt der Bildschirm dar. Der hat zum einen eine wenig überragende Auflösung von gerade einmal 1366 x 768, was sehr an die zu Zeiten der Röhrenbildschirme für 15-Zoll-Monitore üblichen Auflösungen erinnert, bei denen lediglich der horizontale Wert niedriger war. Aber auch die mattierte Oberfläche schränkt die Verwendbarkeit ein. Deshalb würde ich den Laptop vornehmlich für Office-Anwendungen nutzen, bei denen matte Displays gerade bei vielen künstlichen Lichtquellen in der Umgebung vorteilhaft sein können. Für vorwiegend grafische Anwendungen halte ich diesen Laptop dagegen allein wegen des Displays für ungeeignet. Feine Linien erscheinen nicht glatt, der Farbkontrast ist vergleichsweise schwach, dunkle Farbflächen werden nicht realistisch dargestellt. Zudem stelle ich eine deutliche Ungleichverteilung der Helligkeit über die Displayfläche fest. Es ist schier unmöglich, das Display so zu neigen, dass die Verteilung gleichmäßig erscheint. Vielmehr nimmt die Helligkeit bei normalem Betrachtungswinkel nach unten hin zu und der Kontrast in gleichem Maße ab. Unverständlich ist mir, dass im Auslieferungszustand der Blauanteil im Grau viel zu dominant eingestellt ist. Mit Hilfe der Windows-Bildschirmkalibrierung konnte ich das deutlich verbessern, so dass z. B. zarte Grautöne tatsächlich annähernd grau ausgegeben werden. Zuvor hatten sie einen deutlichen Blaustich. Aber auch bei gleichzeitiger Anpassung von Helligkeit, Kontrast und ClearType-Text ist die Displaydarstellung von Grafik und Schrift nicht wirklich überzeugend einzustellen. Ein Update der Treibersoftware für Display und Grafikkarte hat diesbezüglich ebenfalls keine Verbesserung ergeben.

Mit den genannten Einschränkungen halte ich den Laptop für eine in seiner Klasse gute Wahl für nicht-grafische Standardanwendungen. Die Ausstattung mit 2 USB-Anschlüssen links und einem rechts, einem Anschluss für externe Monitore, einem HDMI-Anschluss, einer Netzwerkbuchse, Speicherkarten-Lesegerät und optischem Laufwerk sind für den Anschluss von Peripheriegeräten und die Datensicherung beste Voraussetzungen gegeben. Sehr nützlich finde ich das erweiterte Touchpad, das mit zusätzlicher linker und rechter Taste die Wahl zwischen Tippen und Klicken lässt und zudem die Funktion der rechten Maustaste gut ersetzt. Die Kunststoffoberfläche des ziemlich flach gebauten und vom Gewicht her gut transportierbaren Geräts ist durchweg strukturiert, auch im Bereich der Displayumrahmung. Das reduziert die Empfindlichkeit gegen Fingerabdrücke ein wenig. Allerdings bleiben Abdrücke und Staub wegen der schwarzen Farbe immer noch recht gut sichtbar, was einigen Reinigungsaufwand erwarten lässt.

© Bernhard Lux
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