Lade...

Rezensionen

im Rahmen des Vine-Produkttesterprogramms

Braun Series 6s Sensitiver Rasierer Herren, Präzisionstrimmer, Wet&Dry, 50 Min. Laufzeit, Elektrorasierer mit 3 flexiblen Klingen, EasyClick zum Umrüsten des elektrischen Rasierers, grau

Flexible Rasur – gute Akkuleistung – unklare Anleitung, 11. Juli 2020

Der neue Braun-Rasierer mit dem flexiblen Scherkopf kommt für mich zur rechten Zeit, da bei meinem alten Rasierapparat einer anderen Marke der Akku wieder einmal seine Leistungskraft verloren hat. Das große Problem bei allen Akkurasierern, die schon seit Jahren nicht mehr mit Stromkabel betrieben werden können. Auch bei diesem Modell ist es so, dass ein Akkutausch nur vom Fachservice durchgeführt werden soll. Ich hoffe, das wird so schnell noch nicht nötig sein. Im ausgelieferten neuen Zustand macht der Rasierer einen sehr soliden Eindruck. Insbesondere die Akkuleistung ist im Neuzustand hervorragend. Bei nur 1 Stunde Ladezeit konnte ich den Rasierer mit einer Vollladung nun schon länger als eine Woche nutzen. Das ist ordentlich und bei der kurzen Ladezeit auch langfristig unkompliziert zu handhaben.

Die besonderen Vorzüge des Rasierers sehe ich in diesen Merkmalen:

+ Sehr flexibler, sich den Gesichtskonturen anpassender Scherkopf, der sich über die Halterung in einer Richtung bewegt und über die beiden Scherblätter und den Mitteltrimmer zusätzlich in der im rechten Winkel dazu stehenden Richtung. Das macht den Rasierer einfach handhabbar und bewirkt eine gleichmäßige und glatte Rasur.
+ Ein ergonomisch geformter Korpus mit gummierten und negativ genoppten Griffflächen auf der Vorder- und Rückseite.
+ Ein angenehmes, recht tiefes und nicht zu lautes Arbeitsgeräusch. Von anderen Rasierern bin ich da viel lautere und hellere Arbeitsgeräusche gewohnt.
+ Die Scherkopfeinheit ist mit einem Klick recht einfach einzurasten und kann auf zwei Seiten über eine Griffkante mit den Fingernägeln wieder leicht gelöst werden.
+ Die Rasurleistung ist zufriedenstellend, denn bei meinen recht starken Barthaaren zeigt er keine Schwächen und kommt auch mit starken Haaren gut zurecht.

Einige Schwachpunkte sehe ich in diesen Bereichen:

- Die beiden Scherblätter liegen im Vergleich zu anderen von mir schon verwendeten Rasierern recht weit auseinander. Das macht die „Auflagefläche“ recht groß, was teils durch die Flexibilität des Scherkopfs ausgeglichen wird. Wenn man aber einen Vollbart mit Konturen trägt und um diese Konturen herum rasieren will, erfordert das schon einiges Geschick. Ich habe mich inzwischen daran gewöhnt und komme trotzdem zu ganz guten Ergebnissen. Das ist wohl eine Frage der konkreten Handhabung.
- Im Zusammenhang mit dem erwähnten Konturenschnitt ist der mitgelieferte, gegen den normalen Scherkopf austauschbare Präzisionstrimmer eher nicht geeignet. Die Zähne des Trimmers sind anscheinend so eng beieinander, dass man nur in einem bestimmten Winkel, am besten im rechten Winkel zur Wuchsrichtung der Haare eine Wirkung erzielt. Anders angesetzt kann der Trimmer stärkere Haare gar nicht erfassen, was ihn für den Konturenschnitt eher unbrauchbar macht. Ich verwende dazu den ausklappbaren Langhaarschneider meines alten Rasierers.
- Das nicht unwichtige Thema der täglichen Reinigung ist in der beiliegenden Gebrauchsanleitung merkwürdig unklar erklärt. Erkennbar ist zwar, dass der Rasierer auch für die Verwendung mit Wasser und gar unter der Dusche geeignet ist. Aber die konkrete Handhabung, was z. B. empfohlen wird – die trockene Reinigung mit mitgeliefertem Pinselchen oder die Reinigung unterm Wasserhahn, die Reinigung im eingeschalteten Zustand mit aufgesetztem Scherkopf oder der beiden voneinander getrennten Teile – ist über die erklärenden Piktogramme nicht eindeutig und z. T. widersprüchlich dargestellt. Es ist mir unverständlich, dass sich in Jahrzehnten auf dem Gebiet der Gebrauchsanleitungen für technische Geräte so wenig getan bzw. verbessert hat. Ein ausführlicher erklärender Text zur Handhabung wäre da nützlich und sinnvoll, da man sonst den Verbraucher in diesen wichtigen auch die Haltbarkeit betreffenden Fragen alleine lässt.

© Bernhard Lux
@amazon